Highlights und Geheimtipps: Was kann man im Kaokoland sehen und unternehmen?
1) Die schwindelerregenden Serpentinen des Van Zyl’s Pass bestaunen
Der Van Zyl’s Pass ist eine legendäre Abfahrt, nur geeignet für gut ausgerüstete Geländewagen und geduldige Reisende. Tempo spielt hier keine Rolle. Hier hören Sie nur das Knirschen der Steine unter den Reifen, die vibrierende Karosserie und sehen, wie sich der Horizont zwischen ockerfarbenen Bergen über dem rauen Kaokoland öffnet. Fahren Sie am besten mit einem lokalen Guide: Er oder sie weiß Bescheid, wie Sie mit Wetterumschwüngen und Spurrillen umgehen. Am Ende wartet die Belohnung auf Sie: eine gewaltige Stille.
2) Das Marienfluss-Tal erkunden
Der Marienfluss ist ein helles Sandband zwischen den Hartmann Mountains und roten Hügeln - ein fast unwirkliches Stück Namibia. Fahren Sie langsam und mit geöffneten Fenstern durch das Tal. Manchmal liegt der trockene Duft von Gräsern in der Luft, getragen von warmem Wind und feinem Staub. Auf der Strecke passieren Sie einige Himba-Dörfer im Tal.
3) Von einem Aussichtspunkt der Hartmann Mountains in die Weite blicken
Die Ausblicke von Hartmann Mountains rauben einem den Atem, besonders am späten Nachmittag, wenn die Felsen orange zu glühen beginnen. Von einem Vorsprung aus sehen Sie grenzenlose Ebenen, Straßen, die sich im Nichts verlieren, und mit etwas Glück einen Oryx, der pfeilschnell vorbeizieht. Vielleicht haben Sie Lust auf einen kurzen Spaziergang. Packen Sie festes Schuhwerk und ausreichend Wasser ein.
4) Den Wüstenelefanten entlang des Hoarusib-Flusses folgen
In den trockenen Flussbetten des Kaokolands lassen sich Wüstenelefanten beobachten. Der Hoarusib ist breit und sandig. Frische Spuren verraten die beeindruckenden Tiere: runde Abdrücke, abgebrochene Äste, noch feuchter Dung. Mit einem lokalen Fährtenleser lernen Sie, das Gelände zu verstehen, ausreichend Abstand zu halten und in die Stille hinein zu lauschen. Wenn Sie die Tiere ruhig und mächtig zwischen den Anabäumen erspähen, bleibt Ihnen dieser Moment lange in Erinnerung.
5) Opuwo als Tor zum Kaokoland entdecken
Opuwo ist kein Postkartenmotiv, sondern eine lebendige Grenzstadt, in der der Alltag im Kaokoland stattfindet. Am Morgen quellen die Straßenstände über vor Obst, Stoffen und Werkzeugen. Gespräche mischen sich mit dem Geräusch der Hupen und mit Staub. Opuwo ist auch der richtige Ort, um Vorräte aufzufüllen, das Fahrzeug zu checken und einen Guide aus der Region zu finden. Nehmen Sie sich Zeit, um über den Markt zu schlendern.
6) In den natürlichen Becken der Epupa-Fälle am Kunene baden
Epupa ist eine Überraschung in den trockenen Landschaften des Kaokolands: Das Donnern der Wasserfälle begleitet Sie auf Ihrem Weg, die Luft wird feuchter, und das Licht glitzert in der Gischt. Je nach Jahreszeit können Sie in den natürlichen Becken auch baden. Wer in der Nähe übernachtet, erlebt den Sonnenaufgang am Kunene, wenn sich die Palmen am Horizont abzeichnen und der Tag langsam erwacht. Achtung: Auch Krokodile leben hier. Meiden Sie unbedingt die Strömung des Flusses und baden Sie nur in Becken, die zuvor eindeutig als sicher eingestuft wurden.
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