Local Hero = lokaler Held
Better Trips = eine bessere Reise
© Evaneos

Eine Reise nach Island im Januar zeigt das Land von seiner klarsten Winterseite. Vulkane dampfen unter Schnee, Lavafelder liegen im Raureif und Wasserfälle sind stellenweise gefroren. Die Tage sind kurz, aber oft von besonderem Licht geprägt. Danach beginnen lange Polarnächte, die sich bei klarem Himmel gut für die Beobachtung von Nordlichtern eignen. Jetzt ist auch die Zeit, um Eishöhlen zu erkunden oder mit erfahrener Begleitung über einen Gletscher zu wandern. Kälte und Wetter verlangen gute Vorbereitung und passende Ausrüstung. Doch die Erfahrung ist einzigartig. Mit der Unterstützung unserer lokalen Expertinnen und Experten gestalten Sie eine Reise, die zu dieser extremen Jahreszeit passt – zwischen Winterabenteuern und der warmen Gastfreundschaft Islands im Januar.










Im Januar folgt Island dem langsamen Rhythmus des Winters: vereiste Straßen, kurze Tage, ein wahres Winterwunderland unter Schnee. Manche Regionen bleiben unzugänglich, andere entfalten im bläulichen Winterlicht ihre ganze Kraft. Diese Orte lohnen sich besonders:
Der Januar gehört zu den stimmungsvollsten Monaten, um Island zu erleben – zwischen Eiswelten und der Wärme lokaler Traditionen. Das sind unsere Empfehlungen für diese besondere Reisezeit:

Die beste Zeit, um nach Island zu reisen, ist der Sommer: Die Temperaturen sind angenehm und die Tage lang. Je nach Region bietet sich auch die Zeit von Mai bis September an, wenn weniger Reisende dort sind, das Klima aber noch angenehm ist. Aber seien Sie gewarnt: Einige Rundfahrten oder Standorte sind in diesen Monaten geschlossen. Zwischen Oktober und April liegt das Land fast ständig im Dunkeln, aber Sie können die Polarlichter beobachten, wenn Sie bereit sind, der Kälte und Dunkelheit zu trotzen.

Januar ist ein besonderer Monat, um Island im tiefsten Winter zu entdecken – raue Natur und spürbare Ruhe. Nach den Feiertagen wird es im Land stiller, auf den Straßen und bei Unterkünften gibt es oft mehr Auswahl. In den Eishöhlen des Vatnajökull zeigen sich besondere Formen und Lichtreflexe, die man nur in dieser Jahreszeit sieht. Die langen Nächte erhöhen die Chancen, Nordlichter (Aurora borealis) zu sehen, besonders im Süden und Westen, wenn der Himmel zwischen den verschneiten Landschaften aufklart.
Ende Januar beginnt außerdem die Zeit des Þorrablót. Dann kommen Isländerinnen und Isländer zusammen, um zusammen zu essen und alte Traditionen aufleben zu lassen. Eine Reise im Januar verlangt Flexibilität: Manche Straßen sind gesperrt, und die sehr kurzen Tage geben ein langsameres Tempo vor.
Im Januar herrscht in Island tiefster Winter. In Reykjavík und an der Südküste liegen die Durchschnittstemperaturen um 0 °C. Die Tage bringen oft eine Mischung aus Regen, Schneeregen und Windböen vom Atlantik. Je weiter man ins Landesinnere oder in den Norden fährt, desto kälter wird es: Vor allem nachts können die Tiefstwerte unter –10 °C sinken.
Niederschläge sind häufig, und Schnee- oder Windstürme sind keine Seltenheit, besonders auf Küstenstraßen oder rund um die Fjorde. Prüfen Sie daher immer die aktuellen Bedingungen, bevor Sie losfahren, und passen Sie Ihre Route von Tag zu Tag an. Trotz dieser Einschränkungen bleiben die Hauptstraßen, darunter die Ringstraße, meist geöffnet. Durch den Golfstrom ist der isländische Winter zudem milder, als man oft erwartet.
Im Januar gibt es in Island nur ein paar Stunden Tageslicht pro Tag, je nach Region etwa 4 bis 7 Stunden. Die Sonne geht spät auf und früh wieder unter. Anfang Januar sind es rund 4 Stunden 30 Minuten in Reykjavík, Ende Januar bis zu 7 Stunden. Dieser Rhythmus prägt die Tage. Ausflüge beginnen oft erst am späten Vormittag und enden vor Einbruch der Dunkelheit.
Das kurze Tageslicht ermöglicht Reisen auch weiterhin, erfordert aber gute Planung. Sinnvoll sind Aktivitäten in der Nähe der Unterkunft. Die dunklen Stunden werden dabei selbst Teil der Reise: Sie verändern die Landschaft, lassen heiße Quellen noch besonderer wirken und schaffen ideale Bedingungen, um nach Nordlichtern Ausschau zu halten.
Der Januar gehört zu den besten Monaten, um in Island Nordlichter zu beobachten. Die langen Nächte, die geringe Sonneneinstrahlung und die kalte Luft schaffen gute Voraussetzungen für dieses Naturschauspiel. Grundsätzlich kann man sie im ganzen Land sehen. Besonders geeignet sind jedoch Orte fernab von Städten und Lichtverschmutzung, etwa im Süden bei Vík oder im Nationalpark Þingvellir.
Garantiert sind Nordlichter allerdings nie. Sie hängen von der Sonnenaktivität und einem klaren Himmel ab. Stürme oder Schneefall können sie verdecken. Um die Chancen zu erhöhen, empfiehlt es sich, mehrere Nächte in ländlichen Regionen zu verbringen. Unsere lokalen Agenturen können Unterkünfte oder Ausflüge empfehlen, die sich besonders für die Beobachtung eignen. Wenn die Lichter erscheinen, leuchtet der isländische Himmel in Grün und Violett – ein Moment, der eine Winterreise allein schon wert ist.
Auch mitten im Winter bleibt Island ein Rückzugsort für an die Kälte angepasste Tiere. Im Januar kann man Robben beobachten, die auf den Eisschollen der Gletscherlagune Jökulsárlón oder entlang der Südküste ruhen. Islandpferde mit ihrer dichten Wintermähne grasen weiterhin draußen auf verschneiten Weiden rund um Selfoss oder Hveragerði.
An der Küste lassen sich auch zu dieser Jahreszeit mehrere Seevogelarten beobachten, darunter Eiderenten und Eissturmvögel. Walbeobachtungen finden im Norden gelegentlich weiterhin statt, vor allem ab Akureyri. Sie hängen jedoch vollständig von den Meeresbedingungen ab.
Þorrablót (Ende Januar bis Mitte Februar): Mitten im isländischen Winter markiert Þorrablót den Beginn des traditionellen Monats Þorri, der für Widerstandskraft in der härtesten Jahreszeit steht. Familien und Freundeskreise kommen zusammen, um alte Gerichte miteinander zu essen: geräuchertes Lamm, Schafskopf, eingelegter Hering und der berühmte fermentierte Hai.
Lieder, Trinksprüche und Gedichte begleiten den Abend in einer warmen Atmosphäre, die den Schnee draußen vergessen lässt. Reisende können dieses Menü manchmal in ausgewählten Restaurants in Reykjavík probieren – begleitet von traditionellem Brennivín und einem Stück Roggenbrot mit Melasse.
Im Januar lässt sich Island mit der Familie auf eine andere Art entdecken, verlangsamen Sie das Reisetempo und behalten Sie das Wetter im Blick. Bei Hveragerði führt eine kurze Wanderung zum warmen Fluss im Reykjadalur-Tal. Dort können Sie im natürlich warmen Wasser baden, allerdings nur, wenn die Wegbedingungen es zulassen. Weiter nördlich fasziniert Dimmuborgir nahe dem Mývatn-See Kinder mit Lavaformationen und Bögen, die unter dem Schnee wie erstarrt wirken. Sie sind über markierte Wege erreichbar.
Die langen Winternächte bieten außerdem die Gelegenheit, gemeinsam nach Nordlichtern Ausschau zu halten – warm eingepackt und am besten mit Guide, um die passenden Orte zu finden. Zum Aufwärmen sind lokale geothermische Schwimmbäder eine sichere Wahl: Dort treffen sich isländische Familien den ganzen Winter über in entspannter Atmosphäre.
Januar in Island bedeutet Winter in seiner ganzen Schönheit: vereiste Landschaften, flaches Licht, Schneeflocken und eine angenehme Stille. Die Kälte ist deutlich spürbar, vor allem mit Wind – lassen Sie sich davon aber nicht vom Entdecken abhalten. Das gehört ins Gepäck, damit Sie jeden Moment genießen können, ohne zu frieren:
Mit gut geplantem Gepäck wird der isländische Winter zu einer frostigen Landschaft, die man in Ruhe erkunden kann.